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Thymian (Thymi herba)

 

 

 

weitere Namen:

römischer Quendel, Welscher, Immerkraut, Zimis

 

 

 

 

Thymian enthält Wirkstoffe, die auf vielfältige Weise wirken und daher einen großen gesundheitlichen Nutzen haben.

 

Schon seit Jahrhunderten wird diese Heilpflanze zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt – Thymian war bei den Römern im Bad als starkes Aphrodisiakum geschätzt oder von den Griechen als Mittel, um Mut und Kraft zu tanken.

Man nutzte ihn äußerlich bei kalter Geschwulst, bei blauem Auge und Zipperleinschmerzen, innerlich bei Entzündungen, Appetitmangel, als Nervenmittel, als empfängnisverhütend und abtreibend oder auch als Wurmmittel.

 

Wirkung:

  • schleim- und krampflösend
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd und schmerzstillend
  • appetitanregend, verdauungsfördernd, entblähend

 

Anwendung in der heutigen Naturheilkunde

  • bei Entzündungen der oberen Luftwege
  • krampflösend bei Bronchitis
  • bei Entzündungen der Schleimhäute und Harnwege
  • bei Muskel- und Gelenkschmerz
  • bei Verdauungsbeschwerden

Je nach Einsatzgebiet wendet man Thymian innerlich als Tee, zum Gurgeln/Spülen oder äußerlich verdünnt als Umschläge, Einreibung oder Vollbad an.

 

Eingesetzt werden die zur Blütezeit gerebelten Blätter und Blüten.

 

Eine Verfälschung ist der Quendel, der als Bodendecker wächst. Diese Pflanze enthält deutlich weniger ätherisches Öl als Thymian und ist daher nicht gleich wirksam bzw. müsste höher dosiert werden.

 

Gegenanzeigen

Bei Kindern unter 4 Jahren wendet man Thymian grundsätzlich nicht in der Nähe des Gesichts, als Badezusatz oder sonstige Einnahme an, erst ab 18 Jahren als Inhalation und Salben. Ebenfalls wird bei Schwangerschaft und Stillzeit von der Anwendung abgeraten.