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Das Kiefergelenk in der Osteopathie

Das Kiefergelenk ist ein kleines Gelenk, das häufig erst beachtet wird, wenn Schmerzen beim Kauen, Sprechen oder sonstigen Bewegungen auftreten.

Allerdings kann dieses Gelenk, auch wenn dort scheinbar keine Probleme vorliegen, Beschwerden im restlichen Körper verursachen.

 

Rund um das Kiefergelenk liegt die stärkste Muskulatur des Menschen – die Kaumuskeln. Sie bewegen den Unterkiefer in die verschiedenen Richtungen.

Erhöhte Anspannung in diesen Muskeln führt zu einer veränderten Belastung im Gelenk.

Des Weiteren kann ein Trauma, z.B. von einem Sturz, zu einer minimalen Veränderung der Position im Gelenk und somit zur Dysbalance führen.

 

Die Beschwerden sind unterschiedlich: Knirschen, Knacken, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen.

Manchmal ist die Veränderung gering, sodass sie am Kiefergelenk selbst keine Symptome verursacht, aber an anderen Bereichen des Körpers Beschwerden auftreten.

  • Tinnitus: über Muskelfasern besteht eine Verbindung zum Mittelohr – vermehrte Spannung am Kiefergelenk kann zu erhöhter Spannung an den Gehörknöcheln führen und somit Tinnitus verursachen.
  • über Halsfaszien und Muskeln kann Spannung im Brustkorb oder Zwerchfell aufgebaut werden und die dort liegenden Organe beeinflussen
  • Einschränkungen am Zwerchfell hat Einfluss auf die Bauchorgane und auch den Verdauungsvorgang
  • diese Spannung hat Auswirkungen auf Wirbelsäule und Becken und somit auf die gesamte Statik
  • Veränderung der Statik kann sich bis in die Beine, also Hüft-/Knie-/Fußgelenk auswirken

Dies sind nur einige Beispiele. Durch die vielfältigen faszialen Verbindungen können die Auswirkungen sehr unterschiedlich sein.

 

Osteopathisch behandle ich die betroffenen Bereiche mit sanften Techniken, Dehnungen und gezielter Mobilisation. Dadurch werden Spannungen und Blockaden gelöst, die Durchblutung gefördert und die Beweglichkeit verbessert.